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Neuigkeiten

Plakat Exkursion Dessau_neu

Busexkursion im Rahmen des Konrad-Wachsmann-Jahres 2026

Termin: 19. September 2026, Start: 7:30 Uhr am Konrad-Wachsmann-Haus Niesky, Rückkehr gegen 20 Uhr

 

Ikonen der Moderne

Im Rahmen des Konrad-Wachsmann-Jubiläumsjahres begibt sich das Museum Niesky mit seinen Gästen auf die Spuren Wachsmanns und seiner Architektenkollegen im Lausitzer und mitteldeutschen Raum. 

Nun laden wir zur Exkursion nach Dessau ein. Der Fokus liegt aber dieses Mal weniger auf dem berühmten Bauhausareal, sondern den etwas weniger bekannten, aber nicht minder sehenswerten Zeugnissen der gebauten Industriekultur.

Zuerst machen wir Station im Technikmuseum Hugo Junkers und lernen ein wichtiges Stück deutscher Luftfahrtgeschichte im originalen Werksensemble kennen. 

Nach der Mittagspause folgt eine Sonderführung im eindrucksvollen Bootshaus der Junkers-Paddelgemeinschaft e.V. mit seiner seltenen, von Hugo Junkers erfundenen Dachkonstruktion aus Stahllammellen, die als materialsparende Bauweise in Konkurrenz zum berühmten Zollinger-Dach trat.

Schließlich folgt eine Besichtigung der Siedlung Dessau-Törten. Vom Bauhaus-Gründer und späteren Geschäftspartner Konrad Wachsmanns, Walter Gropius, entworfen und weiteren Protagonisten der Moderne erweitert, bot die Reihenhausanlage preiswerten Wohnraum für hunderte Arbeiter und ihre Familien.  

 

Kosten: 50 Euro p./P. (ohne Verpflegung)

Anmeldung im Museum Niesky / Touristinfo, Tel. 03588 25600, E-Mail: .

Wachsmann der Film

Das Projekt "Wachsmann der Film" baut im Interviewstil auf Personen mit ausgeprägtem Wachsmann-Bezug auf. Deren Begegnungen und Erkenntnisse bezüglich Wachsmann lassen das Geflecht aus scheinbar unendlichen Bausteinen und Wirkkreisen Wachmanns weiter wachsen, wie die Grapewine-Struktur von ihm auch auf Unendlichkeit ausgelegt ist.

Der Projektabschnitt "Influencer" ist für die Präsentation zum Wachsmann-Jahr 2026 herausgefiltert und zeigt die weitreichenden Einflüsse seiner Ideenwelt von Gestern über Heute bis Morgen. Als Besonderheit darf der Schlussteil dieser filmischen Dokumentation erwartet werden, da auch Wachsmann auf einen entscheidenden Impuls aufbaut.

Um Voranmeldung wird gebeten Johann-Raschke-Haus unter 03588 25600.

Malkurs

Kreativ sein am Wachsmannhaus 

Zeichenkurs für Klein und Groß 

 

Das Konrad-Wachsmann-Haus in Niesky ist nicht nur ein einzigartiger architektonischer Schatz, sondern auch ein ideales Motiv zum Zeichnen und Skizzieren. Gerade seine klaren Linien und moderne Ästhetik machen es dabei bestens geeignet für Zeicheneinsteiger und auch Fortgeschrittene Zeichner. Am 30. Juli 2026 kann man sich selbst vor Ort versuchen und professionell anleiten lassen. Der Illustrator Martin Fiedler lädt zum Workshop am und im Konrad-Wachsmannhaus. 

 

Vermittelt werden das Skizzieren und Zeichnen von Architektur, Landschaft und den Menschen darin. Die Teilnehmenden lernen ihre Umgebung mit Freude und im eigenen Stil zeichnerisch wiederzugeben und fantasievoll zu ergänzen. Neben der Freude am Gestalten selbstgewählter Motive, stehen auch die Komposition schöner Skizzenbuchseiten im Fokus. Individuell werden ihnen die Grundlagen des freihändigen perspektivischen Zeichnens, eine Einführung in die Aquarellmalerei und die besten Tipps und Tricks erstellen harmonischer Bildkompositionen vermittelt. Auf Themen wie Farbharmonien und Naturbeobachtung wird ebenfalls eingegangen. 

Im Kurs zeichnen die Teilnehmenden mit Bleistift, Buntstift, Fineliner oder Tusche ganz nach persönlicher Vorliebe (sind mitzubringen). Je nach persönlichem Wunsch kann zu jeder der Techniken eine kleine Einführung erfolgen.

 

Vorerfahrungen werden nicht benötigt, da alle Techniken von Grund auf erklärt und gezeigt werden. Teilnehmer mit entsprechenden Vorerfahrungen erhalten zusätzliche, individuelle Förderung. 

Teilnahmegebühr: 30 Euro

Voranmeldung unter 03588 25600 erforderlich! 

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Erstpräsentation der Wanderausstellung „Konrad Wachsmann Exhibition“ am 12. Juni 2026, 17 Uhr,

im Konrad-Wachsmann-Haus Niesky

Das Jahr 2026 ist für das Museum Niesky gleich mit zwei Jubiläen verbunden. Unser Namensgeber und wichtigster Protagonist, der international renommierte Architekt und Pionier des industriellen Bauens, Konrad Wachsmann (1901–1980), wurde vor 125 Jahren geboren. 
Zudem schrieb man das Jahr 1926, als er bei der Nieskyer Christoph & Unmack AG, dem seinerzeit größten Holzbauunternehmen Europas, seine Karriere begann. Somit ist Wachsmann seit 100 Jahren mit der Stadt Niesky verbunden. 

Dies bietet dem Museum Niesky den willkommenen Anlass, eine neue Wanderausstellung über das Leben und das Werk Wachsmanns zu präsentieren, die von nun an und in den kommenden Jahren unterwegs sein wird, um ihn in Deutschland und darüber hinaus bekannter zu machen und für unsere Einrichtung zu werben. 

Titelbild
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Stolpersteine in Niesky

Lange Zeit ist man in Niesky davon ausgegangen, dass sich in dem kleinen Ackerbürgerort der Herrnhuter Brüdergemeine keine jüdischen Familien angesiedelt haben. Selbst in den Listen, die in der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre zur Erfassung der wehrfähigen Bevölkerung angelegt wurden, taucht der aus Frankfurt (Oder) stammende Architekt Konrad Wachsmann (1901–1980) als einzige Person jüdischer Konfession auf.

Erst jüngste Recherchen der Görlitzer Forscherin Lauren Leiderman führten zu den Spuren zweier jüdischer Familien, die sich für einige Jahre in Niesky niedergelassen hatten. Den Familien Wilk und Schnall haben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Friedrich-Schleiermacher-Gymnasiums Niesky im Schuljahr 2025/2026 ein Schulprojekt gewidmet. Mit der Unterstützung durch das Museum Niesky entstand eine kleine Ausstellung die das Leben und die Schicksale der Angehörigen darstellt. Betitelt wurde die Ausstellung „Zwei Kinder. Zwei Schicksale.“ – da die Biografien zweier Kinder aus diesen Familien exemplarisch aufzeigen, welche Folgen die Denunziation und schließlich die Deportationen durch das nationalsozialistische Regime haben konnten. 

Am 22. Juni 2026 wurden im Beisein zahlreicher Besucher und auch Nachfahren von Verfolgten des NS-Regimes sieben Stolpersteine im Gedenken an die Familien Wilk und Schnall in Niesky verlegt. Die Ausstellung ist noch bis 19. Juli im Konrad-Wachsmann-Haus zusehen.

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Ehemalige Museumsleiterin geht in Rente

Die langejährige ehemalige Leiterin des Museums Niesky, Eva-Maria Bergmann, wurde am letzten Junitag von Kolleginnen und Kollegen, Ehrenamtlichen, Freunden und langjährigen Wegbegleiterinnen und -begleitern in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Ihr Arbeitsvertrag, den die diplomierte Kulturwissenschaftlerin damals noch mit dem Rat des Kreises geschlossen hatte, begann am 1. September 1987. Wie sie selbst sagt, kannte die gebürtige Bautzenerin das kleine Niesky bis dahin nicht. Doch bald schon hatte sie sich in die Stadt verliebt und ist in die Geschichte des bedeutsamen Ortes mit seinen Wurzeln in der Herrnhuter Brüdergemeine und seiner starken Prägung durch die Industrie eingetaucht. Mit der Wende übernahm sie die Leitung des Stadtmuseums, baute die Dauerausstellung auf und erforschte und präsentierte gemeinsam mit Gleichgesinnten zahllose Themen aus der Stadtgeschichte in Sonderausstellungen, Publikationen und Vorträgen. Eine besondere Liebe verbindet sie auch mit der Kunstwelt. Zusammen mit den Nieskyer Freizeitkünstlern und weiteren Kunstschaffenden aus der Region realisierte sie eine große Zahl von Sonderschauen, insbesondere im Johann-Raschke-Haus.

Sie gehört zu den frühen Streitern für die Sanierung und Eröffnung des Konrad-Wachsmann-Hauses als Museum, Konferenzzentrum und Forschungsstelle rund um Konrad Wachsmann (1901-1980) und die Geschichte des industriellen Holzbaus. 2014 war es dann endlich soweit und sie konnte das bedeutende Bauwerk als zweiten Museumsstandort übernehmen.

2021 entschied sich Eva-Maria Bergmann, den Posten als Museumsleiterin in andere Hände abzugeben und widmete sich nächsten Jahren eingehend weiter den anstehenden Ausstellungsthemen. 

Einfach waren die fast vier Jahrzehnte im Museum Niesky nicht immer, erinnerte sich Eva-Maria Bergmann bei ihrem Abschied am 30. Juni 2026. So war etwa die Zeit, als plötzlich die meisten ABM-Maßnahmen, die bisher zuverlässig für die liebgewonnene Unterstützung und sogar viele Freundschaften gesorgt hatten, wegfielen, sehr schwer für sie. Mit ihren heutigen Kolleginnen und Kollegen teilt sie auch die Enttäuschung über die nichtrealisierten Pläne für eine professionelle Erneuerung der Dauerausstellung des Stadtmuseums, in die sie sehr viel Zeit und Anstrengungen bei der Planung und Ausarbeitung investiert hatte. Fehlende finanzielle Mittel bei der Stadtverwaltung verhindern seit Jahren die dafür notwendige bauliche Ertüchtigung des Museumshauses.

Doch blickt Eva-Maria Bergmann nicht mit Gram zurück auf Ihr Berufsleben in Niesky, sondern mit Dankbarkeit für die erfüllende und abwechslungsreiche Museumsarbeit, die zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer und die treuen und stets interessierten Museumsbesucherinnen und -besucher, die sie so oft erfreuen konnte.

Wir wünschen unserer Kollegin Eva-Maria Bergmann einen spannenden und gleichsam erholsamen neuen Lebensabschnitt und freuen uns, dass sie uns weiterhin als Unterstützerin bei einzelnen Vorhaben zur Seite stehen wird. 

Eva-Maria Bergmanns Stelle als Museumspädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin wird nachbesetzt. Unser bald zu uns stoßenden neuen Kollegin Ulrike Knoll aus Görlitz wünschen wir einen wundervollen Start in Niesky. In einem der kommenden Ausgaben der Nieskyer Nachrichten werden wir sie vorstellen. 

Plakat
Plakat Lichtbogen
Plakat Ziegleien

Kino-Abend im Konrad-Wachsmann-Haus

Im Rahmen des Jahresprogramms zum diesjährigen Konrad-Wachsmann-Jubiläum bietet das Konrad-Wachsmann-Haus am 20. August 2026 einen Kino-Abend an. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Der Architekt Konrad Wachsmann“ des Filmemachers Nils Estrich. Herr Estrich und Kameramann Roberto Santana werden zur Vorführung in Niesky sein und in das Programm persönlich einführen. Details werden vorab über Aushänge und die Internetseite des Museums bekanntgemacht.

Mal-Workshop im Konrad-Wachsmann-Haus

Im Rahmen des Ferienprogramms biete das Konrad-Wachsmann-Haus am 30. Juli 2026, 16 Uhr, einen Mal- und Zeichen-Kurs mit dem Künstler Martin Fiedler an. Kinder, Erwachsene bzw. Familien sind herzlich willkommen. Anmeldungen sind vorab erbeten unter Tel. 03588 - 22 397 93 oder 25 600.

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